Sie sind hier: Startseite Vorträge

Vorträge

Archäologische Vorträge in Bonn
Vorschau Wintersemester 2021/22

jeweils 18.00 c.t.,

AVZ III, Hörsaal 1, Römerstr. 164

oder LVRLandesmuseum, Colmantstr. 14–16

Institut für Klassische Archäologie und Kulturanthropologie
Abt. für Klassische Archäologie


Donnerstag,18.11.2021

Detlef Jantzen (Schwerin),
Blutige Krieger vor 3.300 Jahren? Der bronzezeitliche Gewaltkonflikt im Tollensetal, Mecklenburg-Vorpommern (AVZ III) (AV-Vortrag)
Im Tal des Flüßchens Tollense (Mecklenburg-Vorpommern) wurden die Überreste von mindestens 140 Menschen und fünf Pferden aus der Zeit um 1300 v. Chr. entdeckt. Die Verletzungen an den Menschenknochen zeugen von einem tödlichen Kampf, der mit Pfeil und Bogen, mit Stichwaffen und mit Holzkeulen ausgetragen wurde. Aber wer kämpfte hier gegen wen, was war der Hintergrund des Konfliktes? Neue Überlegungen führen zu überraschenden Erkenntnissen.

 

Donnerstag, 09.12.2021
Johanna Fabricius (FU Berlin), Gegen Erbschleicherei und Bürgerrechtsbetrug. Zur Markierung von Verwandtschaftsbeziehungen durch Lutrophorenmonumente an athenischen Gräbern der Klassik (Winckelmann-Vortrag - AV) (AVZ III)
Eine neue Deutung der klassischen attischen Marmorlutrophoren kann erstmals zahlreiche Eigentümlichkeiten dieser vieldiskutierten Grabmonumente erklären: Ihre geringe Häufigkeit, ihre männlich geprägte Ikonographie sowie die Art ihrer Aufstellung innerhalb der Grabbezirke. Die Überlieferung der attischen Gerichtsreden verweist auf die spezielle Funktion der Lutrophoren in Erbschaftsangelegenheiten.
 

Donnerstag, 16.12.2021
Stefanie Lenk (Göttingen) * Titel folgt* (Christliche Archäologie)
 

Donnerstag, 13.01.2022
Mischa Meier (Univ. Tübingen), Der Untergang des Römischen Reiches. Warum der Osten überlebt hat (AV-Vortrag, LVRLandesmuseum)
Warum erlebte das Oströmische oder Byzantinische Reich im siebten und achten Jahrhundert nicht ein ähnliches Schicksal wie das Weströmische Reich im fünften, obgleich es mit ähnlichen Bedrohungen und strukturellen Problemen konfrontiert wurde? In Auseinandersetzung mit den Argumenten, die der Byzantinist John Haldon vor einigen Jahren vorgebracht hat, wird gezeigt, dass sich im Osten schon im fünften und sechsten Jahrhundert  ein neues Verständnis von Römisch-Sein, das heißt eine neue Identität entwickelt hat. Sie war in der Lage, die oströmische Bevölkerung auch in schwersten Krisenzeiten loyal an der Seite der Kaiser zu halten, und trug damit erheblich dazu bei, dass sich die Lage im achten Jahrhundert allmählich wieder stabilisieren konnte. 
 

Donnerstag, 20.01.2022
Anne Sieverling (Univ. Mainz), Verzollte Fischspezialitäten, streikende Bäcker und heiliger Wein. Untersuchungen zur Versorgung der kaiserzeitlichen Metropole Ephesos (AVZ III)
Die Versorgung der Metropolis Asiae wurde durch ein umfassendes ökonomisches System gewährleistet, dessen Grundelemente die Landwirtschaft, der Handel und das Handwerk darstellten. Das Thema des Vortrags ist die Erschließung der in der Stadt verfügbaren Waren und deren Erzeuger, wodurch ein möglichst vielschichtiges Bild der ökonomischen Strukturen sowie der Lebensgrundlagen des antiken Ephesos präsentiert werden kann.

 

Donnerstag, 27.01.2022
Andreas Pülz (Wien), *Thema folgt* (Christl. Archäologie)

 

Donnerstag, 03.02.2022
Velia Boecker (DAI Berlin), Kulte, Orte, Körperteile. Eine Neubewertung der Weihung anatomischer Votive in Latiums Heiligtümer (AVZ III)
Thema des Vortrages sind die sogenannten Körperteilweihungen aus Terrakotta, die zu Zehntausenden zwischen dem 4. und 1. Jh. v. Chr. in die Heiligtümer Mittelitaliens geweiht wurden. In der bisherigen Forschung wurden diese anatomischen Votive als Indikatoren für Heilkulte verstanden. Trotz des Fehlens anderer archäologischer oder historischer Belege setzte sich als Konsens durch, das einzelne Votiv als Stellvertreter des dargestellten, erkrankten Körperteils zu verstehen, die Fundplätze der anatomischen Votive als Heilkultstätten anzusprechen, und die Gottheiten, denen sie geweiht wurden, als Heilgottheiten. Die archäologischen Kontexte der Votive, d. h. die Topographie ihrer Fundstellen und die vergesellschafteten Funde, wurden bislang jedoch wenig berücksichtigt. Diese nimmt der Vortrag in den Blick und präsentiert eine neue Bewertung der Ausrichtung und Tradition der sog. Heilkulte.

 

 

 

 

 

 

Artikelaktionen