Sie sind hier: Startseite Vorträge

Vorträge

Archäologische Vorträge in Bonn und Köln
Vorträge Wintersemester 2018/19 (Stand 05/10/2018)


25.10.2018 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Dr. des. Louise Rokohl (Mainz),
"Von Köln nach Westen. Römisches Reisen entlang der Via Belgica".(AV-Vortrag), AI-Bonn,
Die Via Belgica gilt als zentrale Verbindung zwischen der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, dem Kölner Hinterland und den gallischen Provinzen. Hinter dem modern geprägten Namen steckt jedoch viel mehr als eine einfache Straße: Welche Bauwerke säumten den Wegesrand, wo fanden Reisende Schutz in der Nacht und wie schnell konnten Kuriere wichtige Nachrichten verbreiten? Die Auswertung zahlreicher Ausgrabungen entlang der Via Belgica hilft diese und weitere Fragen im Rahmen des Vortrags zu beantworten.

07.11.2018 Mittwoch
LMB, 19.15 Uhr s. t.
Prof. Dr. Silvane Scharl (Köln),
"Die Axt im Walde? - Die ältesten bäuerlichen Gesellschaften Europas" (Landesmuseum),

15.11.2018 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Dipl. Kult. Thomas Martin (Saarbrücken),
Alte Funde neu entdeckt. Der Industrielle Eugen von Boch und seine Keramik-Sammlung (AV),
Eugen von Boch (1809–1898), der Generaldirektor von Villeroy & Boch, stellte mit enzyklopädischem Anspruch eine universelle Privatsammlung der Keramik aller Kulturkreise und Epochen zusammen. Als dilettierender Archäologe stand er in freundschaftlichem Kontakt zum Vorsitzendend des AV, Ernst aus‘m Weerth, und schenkte Funde aus dem Fürstengrab Weiskirchen II und aus Wallerfangen nach Bonn, so dass sie ins damalige Provinzialmuseum gelangten. Klassisch-antike Objekte waren für ihn besonders reizvoll. Seine Kollektion war kriegsbedingt zeitweilig ins Zweigwerk Dresden verlegt, kam aber rechtzeitig wieder an die Saar zurück und geriet in der Nachkriegszeit im Dachstuhl des Konzernhauptsitzes in Vergessenheit. Ein Teil davon wurde 2016 nach über siebzig Jahren wieder in einer Ausstellung in Saarbrücken gezeigt.

 

22.11.2018 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Dr. Andrea Babbi (Mainz),
Bisenzio (Viterbo - Italien) von der Bronzezeit bis in die Archaische Periode. Kleineres Zentrum oder bedeutender Knotenpunkt Südetruriens? (Weltsystem- vs. Network-Theorie),
Der Bisenzio-Hügel liegt am SW-Ufer des Bolsena Sees. In der Bronzezeit gedieh auf dem Gipfel und an den Hängen eine Siedlung, die sich bis in die Archaische Periode beständig zu einer blühenden Stadt entwickelte. Sowohl die Klimaschwankungen und die daraus folgenden Seespiegelvariationen als auch die besondere Lage dieses Zentrums machten Bisenzio zu einem wichtigen Knotenpunkt der intensiven Netzwerke Südetruriens. Gerade diese Relevanz bestimmt wahrscheinlich den Niedergang der Stadt um das frühe 5. Jh. v. Chr. Ein aktuelles Projekt untersucht die Geschichte dieses wichtigen Fundplatzes.

29.11.2018 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Prof. Dr. Jaś Elsner (Oxford)
Fragile, Ephemeral, Mutable: Copy Books and Roman Technologies of Replication (Christliche Archäologie),

6.12.2018 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Winckelmann-Vortrag: Dr. Jutta Stroszeck (Athen),
Die Entdeckung eines Orakelheiligtums im Kerameikos von Athen (AV),

Der Kerameikos von Athen, einer der antiken Friedhöfe der Stadt, wird seit mehr als einem Jahrhundert durch das Deutsche Archäologische Institut in Athen erforscht. Bis heute gibt es immer wieder aufregende Neufunde. Bei Nachuntersuchungen an einem bereits 1890 als Heiligtum identifizierten Areal südlich der Gräberstraße wurde ein Omphalos aus Marmor aufgefunden und gereinigt, der sich seit der Antike an seinem ursprünglichen Platz befand. In der älteren Forschung wurde er wenig beachtet, weil man ihn für ein römisches Monument hielt. Nun wurde darunter ein Brunnen sichtbar. Dort fanden sich einundzwanzig Inschriften, die den Brunnen als Ort eines Wasserorakels des Gottes (Apollon) Paian ausweisen. Damit konnte zum ersten Mal in der Grabungsgeschichte Athens ein Orakelheiligtum nachgewiesen werden. Viele Fragen gibt es: Wer genau ist Paian? Warum befindet sich das Orakel an dieser Stelle? Wann wurde es eingerichtet und wie lange hatte es Bestand? Wie hat es funktioniert? Welche Rolle spielte das Wasser? Wer hat die Orakelstätte betrieben? Wer hat das Orakel befragt? Dieser Fund beschäftigt inzwischen nicht nur Archäologen, sondern auch Wasserbauer, Epigraphiker, Religionswissenschaftler, Philologen sowie Architekten, Restauratoren, Museumspädagogen und 3-D Spezialisten.

10.01.2019 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Professor Dr. Thoralf Schröder (Köln)
Jenseits von Phidias. Überlegungen zur Bedeutung Athens als Produktionszentrum von Skulpturen in der römischen Kaiserzeit

17.01.2019 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Dr. Barbara Dimde (Hamburg),
Die Gladiatur in den römischen Provinzen Germania superior und inferior (AV),
In der ersten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts brachten Legionäre aus dem fernen Rom ein Kulturgut nach Germanien, das dort bislang völlig unbekannt war: Gladiatorenkämpfe im Amphitheater. In Standlagern römischer Legions- und Auxiliareinheiten und in römisch geprägten Zivilsiedlungen hinterließen die Stars der Arenen viele Spuren. Der Vortrag folgt diesen Fährten und führt die in der Forschung bislang unbekannte Militärgladiatur vor Augen, die im römischen Germanien in besonderer Weise fassbar wird.

24. Januar 2019, Donnerstag
18:15 s.t.
Dr. Rafed El-Sayed (Göttingen),

Archäologischer Kontext verloren? Zur Rekontextualisierung von Fundobjekten aus Achmîm-Panopolis (Ägypten)

 

31.01.2019 Donnerstag
18.15 s.t.
Dr. Paolo Brocato (Università della Calabria)
Nuove ricerche nell’area archeologica di S.Omobono (Roma)
(Neue Forschungen im Heiligtum von S. Omobono in Rom)

Nach den Untersuchungen der 60er und 70er Jahre kamen die Grabungen im Heiligtum von S. Omobono zum Erliegen. Ein neues Projekt der Universitäten Calabria und Michigan, in Zusammenarbeit mit dem römischen Denkmalamt, hat die Arbeiten von 2009 bis 2017 wieder aufgenommen und auch die alten Funde neu aufgearbeitet.
Die erzielten Ergebnisse sind von großer Bedeutung für die Stratigraphie und für die Geschichte des Heilgtums der Tempel für Fortuna und Mater Matuta.


14.02.2019 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Dr. Wolfgang Haak,
Die genetische Herkunft der Europäer: Migration in der Vorgeschichte, (AV),

21.03.2019 Donnerstag
18.15 Uhr s. t.
Prof. Dr. David Engels,
Hellenisierung, Arabisierung und Sinisierung - Kulturtransfer in den Kulturen der Vormoderne, (AV),                          

 

 

Artikelaktionen