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Vergleichende Studien

Diese auf Didyma konzentrierten Feldforschungen bilden den Referenzpunkt für eine vergleichende Betrachtung anderer griechischer extraurbaner Heiligtümer. Die Auswertung der Grabungen ist in eine breit angelegte Studie zur religiösen Struktur von extraurbanen Heiligtümern griechischer Poleis eingebettet. Das Projekt widmet sich mit diesem dualen Ansatz einem Desiderat der Forschung, in der bisher vor allem die Bedeutung extraurbaner Heiligtümer für die räumliche Definition des entsprechenden Polisterritoriums und damit die politische Dimension des Phänomens der extraurbanen Heiligtümer im Vordergrund stand. In dieser von F. de Polignac angestoßenen Diskussion geht es vornehmlich um die Frage, warum ein Heiligtum außerhalb der Stadtgrenzen gegründet wird und welche Kriterien bei seiner Platzierung entscheidend waren. Eine Untersuchung der sakralen Strukturen extraurbaner Heiligtümer und ihres rituellen Gesamtgefüges steht bisher noch aus und ist übergeordnetes Ziel des Forschungsprojekts. Zu diesem Zweck werden die archäologisch auswertbaren Informationen zu den Heiligtümern Kleinasiens und den vorgelagerten Inseln in einer Datenbank zusammengetragen, kategorisiert und ausgewertet. Im Verbund mit gezielten Ausgrabungen kann die Erforschung der Heiligtümer langfristig auf eine neue Grundlage gestellt werden.

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