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Pergamon

Ausstattung, Chronologie und räumliche Einbindung kaiserzeitlicher Thermalbäder in der Mikroregion von Pergamon am Beispiel der Kleopatra Ilıca

Das Phänomen ländlicher Badekultur der römischen Kaiserzeit ist mittelmeerweit bislang nur in Ansätzen bekannt, obwohl es sich um ein wichtiges Element der römischen Otium-Kultur und des Medizinwesens handelt. Anhand der archäologischen, bauhistorischen und archäohydrologischen Untersuchung der Kleopatra Ilıca im Suburbium Pergamons können grundlegende Fragen zur Chronologie, Bautypologie, Ausstattung und zur Einbindung eines Thermalbads in den natürlichen und sozialen Raum erschlossen werden. Die dabei erzielten Ergebnisse sind sowohl für das Verständnis der Mikroregion Pergamon als auch für die Beschäftigung mit dem bislang kaum untersuchten Feld des ländlichen Badewesens von großer Bedeutung. Das besondere Innovationspotential des Projekts besteht neben der thematischen Ausrichtung in der engen Zusammenarbeit von Archäologen, Bauforschern, Archäohydrologen und Geophysikern, durch die das Methodenspektrum gemeinsam weiterentwickelt werden kann

Das Projekt wird im Rahmen der DAI-Pergamongrabung (Leitung: Prof. Dr. Felix Pirson) durchgeführt. 

Durch gezielte Sondagen, eine umfassende Bauaufnahme sowie geomagnetische und geoelektrische Messungen in den Jahren 2018, 2019 und 2021 wurden wichtige Erkenntnisse zur Ausdehnung, Chronologie, Ausstattung und Nutzung der Anlage erzielt. Diese sind in Vorberichten bereits publiziert. Aktuell werden die während der Feldforschungen gesammelten Erkenntnisse im Rahmen einer Dissertation ausgewertet und zusammengeführt.

Pergamon 1

Pergamon, Luftaufnahme der Kleopatra Güzellik Ilıca (Foto: Archiv DAI-Pergamongrabung [Photo: B. Korkut])

Publikationen

Personen

Prof. Dr. Stefan Feuser (Projektleiter)

Julika Steglich, M.A. (Doktorandin)

Projektpartner

Förderung

  • Gerda Henkel Stiftung
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