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Eröffnung der Sonderausstellung ‚Spiele(n) in der Antike‘ am Sonntag, 29. Oktober 2017, um 16.00 Uhr im Akademischen Kunstmuseum

Weitere Informationen und Führungen zur Sonderausstellung finden Sie hier:

 

19. Internationaler Kongress für Klassische Archäologie, 22.-26.Mai 2018, Köln/Bonn

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Akropolis im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit

Die Akropolis von Athen im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit

 

Parthenon


Projektleitung:
PD Dr. Ralf Krumeich (Universität Bonn); Prof. Dr. Christian Witschel (Universität Heidelberg)

Weitere Mitglieder der Projektgruppe: Dr. Sophia Aneziri (Universität Athen); Dr. Dimitris Damaskos (Benaki-Museum, Athen); Prof. Dr. Catherine M. Keesling (Georgetown University, Washington); Dr. Martin Kreeb (Deutsches Archäologisches Institut, Athen)

Laufzeit des Projektes: 2004-2006 (1. Phase); Anschlußprojekt: "Die Akropolis von Athen im Hellenismus. Die Ausstattung des zentralen Polisheiligtums im Vergleich mit anderen öffentlichen Räumen in Athen und Attika"

Finanzielle Förderung des Projektes: Gerda Henkel Stiftung

Zielsetzung des Projektes:
Ziel des Projektes ist es, die Ausstattung der Akropolis von Athen mit Weihgeschenken, Porträtstatuen und weiteren Denkmälern in der Zeit zwischen der Spätklassik und dem Ende der Spätantike (ca. 400 v. - 600 n. Chr.) zu erforschen. Dazu soll zunächst das bisher gerade unter archäologischen Gesichtspunkten weitgehend unerschlossene Quellenmaterial literarischer, epigraphischer und archäologischer Art in einer Datenbank gesammelt werden. Diese wird dann als Basis für Auswertungen in verschiedene Richtungen dienen.

Basis

 


Zum Inhalt des Projektes:

Eine systematische Bestandsaufnahme und Interpretation der im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit auf der Athener Akropolis errichteten Monumente und Denkmäler ist bis heute nicht unternommen worden und stellt ein dringendes Desiderat der Forschung dar. Zwar liegen für die Ausstattung der Akropolis im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. mit dem Standardwerk von A. E. Raubitschek, Dedications from the Athenian Acropolis (1949) und den Arbeiten von K. Kissas, Die attischen Statuen- und Stelenbasen archaischer Zeit (2000) und C. M. Keesling, The votive statues of the Athenian Acropolis (2003) bereits größere Studien vor, aber die Nutzung dieses zentralen Heiligtums der Stadt in der hellenistischen und römischen Zeit ist bisher nicht Gegenstand einer systematischen Forschung gewesen.
Grundlegendes Ziel des Projektes ist daher die Erschließung und Interpretation von Ausstattung und Nutzung der Athener Akropolis im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit (bis in die Spätantike).
Im wesentlichen soll bei unserem Projekt folgenden übergreifenden Fragestellungen nachgegangen werden:
(1) Zeitspezifische Formen der staatlichen und persönlichen Repräsentation (Tradition, Innovation) und der Inszenierung von Denkmälern: Welche Denkmäler wurden in hellenistischer und römischer Zeit von welchen Stiftern errichtet? Handelte es sich um eher traditionelle bzw. konventionelle Stiftungen oder um Monumente neuartigen Charakters? An welchen Orten und in welchen Kontexten wurden sie inszeniert? Auf welche Weise wurde versucht, an die mythische oder historische Vergangenheit Athens anzuknüpfen; welche Funktion hatten dabei zentrale Denkmäler wie das Erechtheion (mit dem uralten Kultbild der Athena Polias), der Parthenon oder die Athena Promachos? Welche Rolle spielte der religiöse Kontext?
(2) Der Umgang mit älteren Monumenten auf der Akropolis: Was läßt sich über die bewußte Inanspruchnahme älterer Anatheme und über Fragen der Denkmalpflege ermitteln? Welche Arten der Wiederverwendung älterer Monumente lassen sich - unter Einbeziehung der technischen Aspekte - beobachten und welche Intention lag ihnen zugrunde? Inwieweit wurden die Denkmäler der Vergangenheit bei der Gestaltung neuer Bauten, Anatheme oder Inschriften (in thematischer und stilistischer Hinsicht) absichtsvoll zitiert?

Durchführung des Projektes:
Zur Zeit werden die literarischen, epigraphischen und archäologischen Quellen systematisch gesammelt und in eine Datenbank eingegeben. Diese Daten sind zunächst für den internen Gebrauch bestimmt, können aber nach Abschluß des Projektes auch von anderen Forscher/innen über das Internet abgefragt werden.
In einem weiteren Schritt ist dann eine Sichtung und Aufnahme der Denkmäler, insbesondere der zumeist nicht berücksichtigten Basisoberseiten, durch Autopsie vor Ort in Athen sowie durch eine fotografische und ggf. zeichnerische Dokumentation geplant. Schließlich wird eine Auswertung des auf diese Weise aufgenommenen Materials in Hinsicht auf Thema, Rekonstruktion, Aufstellungskontexte und Stifter der Monumente sowie zeitspezifische Charakteristika von Ausstattung und Nutzung der Akropolis im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit erfolgen. Den Abschluß der ersten Projektphase wird ein Kolloquium bilden, bei dem die Ergebnisse der Materialauswertung mit einer Gruppe von internationalen Spezialisten diskutiert und später in Form eines Sammelbandes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.
Für die zweite Projektphase ist geplant, die Gesamtauswertung des gesammelten Materials in Angriff zu nehmen. Dazu soll eine Synthese (in Form einer Monographie) zur Ausstattung und Nutzung der Akropolis in der hellenistischen und römischen Zeit entstehen.

 

Kontakt:
PD Dr. Ralf Krumeich
Institut für Kunstgeschichte und Archäologie der Universität Bonn
Abt. Klassische Archäologie
Am Hofgarten 21
53113 Bonn
rkrumeich(at)uni-bonn.de


Prof. Dr. Christian Witschel
Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik der Universität Heidelberg
Marstallhof 4
69117 Heidelberg
Tel: ++49-6221-54 22 31

 

Fragment

 

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